Fische finden im Jahresverlauf

Jederzeit Fische fangen!

Fische finden im Frühjahr

Nachdem die Gewässer wieder eisfrei sind, kehrt das Leben in die Unterwasserwelt langsam zurück. Die flachen Bereiche werden von der Sonne schnell erwärmt, der Stoffwechsel der Fische kommt in Fahrt. Bei steigenden Temperaturen verlassen die Unterwasserbewohner ihre vertrauten Winterquartiere und suchen ufernahe Bereiche auf. Hier findet jetzt bei einigen Fischarten das Laichgeschäft statt. Oft werden die Eier an Unterwasserpflanzen, abgestorbenes Geäst und ähnlichen Strukturen abgestreift. Die milden Wassertemperaturen im Flachen unterstützen dabei die Entwicklung des Fischlaichs.

kleiner, hochrückiger Crankbait/ Barschwobbler

Kleine Köder imitieren Brutfische und fangen besonders gut im Frühjahr

Willst Du mit der Spinnrute losziehen, musst Du vorher einen Blick auf die Schonzeiten werfen. Während der Zander- und Hechtschonzeit ist die Kunstköderangelei nämlich an den meisten Gewässern untersagt, viele Raubfische dürfen weder gefangen noch entnommen werden. Angler, die an ihren Gewässern dennoch jetzt auf Raubfisch angeln dürfen, können sich auf gute Fänge freuen. Wenn es nämlich im Flachen nur so von umherschwirrenden Kleinfischen wimmelt, also direkt nach der Laichzeit, geraten viele Räuber oft in einen echten Fressrausch. Mit der Spinnrute und kleinen Ködern bewaffnet lohnt sich jetzt ein erster Versuch, die Raubfische im Frühlingsgetümmel zu überlisten.

Fische finden im Sommer

Die Räuber finden ist natürlich nur das eine – Raubfische fangen, das andere. Für uns Petrijünger zählt der Sommer zwar zu den interessantesten, aber auch anspruchsvollsten Jahreszeiten, um unser geliebtes Hobby auszuüben. Mit zunehmenden Wassertemperaturen erhöht sich nämlich die Aktivität der Raubfische. Die geschlüpfte Fischbrut stellt während dieser Zeit eine schmackhafte, leichte Beute für Zander, Hecht, Barsch & Co dar. Kleinere Kunstköder, die farblich und größentechnisch der aktuellen Brut gut angepasst sind, fangen jetzt besonders gut. Ob es ein guter oder schwieriger Räubersommer wird, hängt nicht zuletzt vom Wetter, sprich den Temperaturen, ab. Ein angenehmes Sommerklima begünstigt die Aktivität und das Beißverhalten der Raubfische, während sehr heiße Wetterphasen sie träge und lustlos stimmen können. Lange Hitzeperioden und steigende Wassertemperaturen stellen sogar eine Gefahr für die Fische dar. Das viele Licht begünstigt die Photosynthese im Gewässer – Algen und andere Wasserpflanzen gedeihen prächtig unter diesen Bedingungen.

Doch nach und nach sterben die Wasserpflanzen ab und beginnen, sich langsam zu zersetzen. Verantwortlich für die Zersetzung sind Bakterien, die währenddessen große Sauerstoffmengen benötigen. Sinkt dabei der Sauerstoffgehalt im Wasser auf einen Wert von beispielsweise unter 7 mg/l bei Salmoniden und circa 4 bis 5 mg/l beim Zander, geht es den Fischen sprichwörtlich an die Kiemen. An sehr heißen Sommertagen konzentriere ich mich deshalb auf Stellen und Bereiche mit erhöhter Strömung. Rauschen, Wehre und Einläufe, aber auch schattige Plätze unter Hecken und Bäumen zählen dabei zu den coolsten „Hotspots“ des Sommers.

Fische finden im Herbst

länglicher, schlanker Gummifisch Naturfarben

Im Herbst dürfen die Happen ruhig etwas größer sein

Eine der spannendsten und interessantesten Jahreszeiten überhaupt ist für mich der Herbst. Keine andere Saison bietet so viel Raubfischpotenzial. Einige meiner besten Zander- und Barschfänge machte ich beispielsweise im Spätherbst. Wenn die bunt gefärbten Blätter von den Bäumen allmählich herunterfallen und die ersten Herbststürme über die Gewässer jagen, beginnt das große Fressen. Wind und wechselhaftes Wetter sorgen für eine ordentliche Durchmischung der Wasserschichten im Gewässer und in den größeren Stillgewässern löst sich die Sprungschicht nach und nach auf. Die Fische zieht es nun in tiefere Bereiche, wo für sie die günstigsten Bedingungen zum Überwintern herrschen. Während sie sich zu den Winterstandplätzen begeben, zählen jene Bereiche zu meinen bevorzugten Angelstellen, die rinnen- beziehungsweise kantenartig vom Flachen ins Tiefe abfallen.

Fische finden im Winter

große Gummifische mit Jigköpfen zum Hechtangeln

Im Winter fangen große Gummifische die Fische

Während dieser Zeit sind die Fische weniger aktiv und befinden sich die meiste Zeit im Energiesparmodus. Wie auch im Herbst setze ich in Sachen Ködergröße auf ordentliche Happen, um das Opportunitätsverhalten der Räuber auszunutzen. Weil sich jetzt alles unter Wasser etwas langsamer abspielt, verzichte ich auf Köder mit hoher Aktion und greife lieber auf schlanke Modelle mit V-Schwänzen oder Pintails zurück, die mir eine an die Jahreszeit angepasste Köderpräsentation ermöglichen. Im Gegensatz zu den Sommermonaten, wo sich die Fische gefühlt überall und nirgends aufhalten, stehen sie jetzt an den tiefen, strömungsarmen Plätzen. Im Fluss zählen Löcher, Hafenbecken und Fahrrinnen, aber auch Warmwassereinläufe und tiefe, ausgespülte Buhnen zu den bevorzugten Standplätzen.

Egal, wo sich die Fische in Zukunft im Gewässer aufhalten mögen: Ich wünsche Dir allzeit Tight Lines und beste Fänge!

Euer Sean Perez

https://www.facebook.com/MisterFinesseDE/

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