Fische für Anfänger

Die besten vier Arten für Einsteiger

Wer hoch motiviert und mit der Rute in der Hand am Gewässer steht, für dessen Anglerglück fehlt nur noch eines – ein Fisch am Haken. Das gilt für jeden Angler aber in besonderem Maße für Anfänger. Wer in seinem Angelkurs bereits einiges an Theorie gelernt hat, der muss und will auch praktische Erfahrungen am Wasser sammeln. Hier gibt es sowohl bei den Techniken aber auch im Bezug auf die Fische für Anfänger verschiedene Schwierigkeitsgrade. Wer Anfänger ist und wissen möchte, welche Fische in seinem Gewässer vorkommen und welche davon er ohne große Vorkenntnis fangen kann der sollte weiterlesen. Mit den Tipps lassen sich leicht die ersten Praxiserfahrungen sammeln.

Rotaugen – super Fische für Anfänger

Fische für Anfänger, Fische für Einsteiger

Schöne Winterrotaugen aus einem kleinen Fluss – ideale Fische für Anfänger


Rotaugen, die auch Plötzen genannt werden, sind anpassungsfähige Fische mit einer hohen Reproduktionsrate. Sie kommen in so gut wie jedem Gewässer vor – von Brackwasser über Baggerseen bis hin zu langsam fließenden Flüssen und können daher als typische heimische Fische bezeichnet werden. In diesen Gewässern machen sie sogar oft den größten Anteil der Fischbiomasse aus. Darüber hinaus sind Rotaugen Schwarmfische und somit leicht zu lokalisieren. Häufig findet man sie in flachen Uferzonen mit Pflanzenbewuchs und im Mittelwasser. Rotaugen sind also ganz besondere und interessanten Angelfische für Anfänger.

Im Winter ziehen sich Rotaugen in tiefe Wasserzonen zurück. Wer keinen Schwarm ausmachen kann, der kann den feinen Geruchssinn der Rotaugen für sich nutzen. Durch Anfüttern von geruchsintensivem Futter lassen sich die Fische zum Angelplatz locken. Zum Fangen der silbrigen Schönheiten kann man ein breites Köderspektrum nutzen, wie Brot oder Teig und Mais, die in jedem Haushalt zur Verfügung stehen. Darüber hinaus sind sind auch Regenwürmer und Maden gut für Rotaugen geeignet. Rotaugen halten sich vorwiegend im Mittelwasser auf und lassen sich gut mit der Posenmontage beangeln. Der Köder sollte allerdings im Mittelwasser angeboten werden. Die Bisserkennung ist für Anfänger verhältnismäßig einfach, da das Abtauchen der Pose ein klares Signal für den Biss ist. Aufgrund all dieser Kriterien und Möglichkeiten sind Rotaugen ideale Fische für Anfänger des Angelns. Denn beim Rotaugenangeln kann man trotz wenig Erfahrung schnell Erfolge erzielen.

Barsch – tolle Fische für Einsteiger ins Spinnfischen

Fische für Anfänger, Fische für Einsteiger

Handlange Barsche sind super Fische für Anfänger beim Spinnfischen

Barsche sind ähnlich gut verbreitet wie Rotaugen und kommen in den meisten unserer heimischen Seen und Flüsse vor. Sie finden sich aber auch in stabilen Populationen im Brackwasser wie zum Beispiel in der Ostsee. Barsche sind Raubfische und ernähren sich im adulten Stadium von Fischbrut, kleineren Fischen und Krebsen. Junge Barsche finden sich meist in Schwärmen zusammen und suchen Schutz in umgestürzten Bäumen, Schilf, Seerosen und Krautfeldern. Dies sind absolute Hot Spots für Barsche. Aber auch Brückenpfeiler und Spundwände beherbergen häufig Barsche. Allgemein gesagt findet man Barsche häufig entlang der Uferzone und an Strukturen unter Wasser.

Methoden zum Barschangeln

Barsche lassen sich mit sehr vielen verschiedenen Methoden fangen. Unter anderem deshalb sind sie ideale Fische für Anfänger. Dabei ist die Posenmontage am Anfang mit die einfachste Montage. Aber auch mit einer Grundbleimontage können Barsche gefangen werden. Als Köder dienen meist Würmer oder Köderfische.

Weitaus beliebter ist aber das Spinnfischen, mit dem man beim Angeln auf Barsch schnell Erfolge erzielen kann. Barsche sind bei weitem nicht so skeptische Räuber wie beispielsweise Zander und lassen sich leichter überlisten. Zudem sind sie in unseren Gewässern die am häufigsten vorkommenden Raubfische und somit ideale Zielfische, um erste Erfahrungen beim Spinnfischen zu sammeln. Man kann ihnen mit allen gängigen Kunstködern nachstellen, von Wobblern über Gummiködern und Spinner, und so alle Facetten des Spinnfischens testen. Am besten ist es, wenn der Spinner oder Wobbler eine starke Eigenaktion hat, da diese Köder schon bei einfachem Einkurbeln solide laufen und keine großen Fertigkeiten im Führungsstil verlangen. Gerade Barschangeln im Winter bringt häufig die größeren Exemplare an den Haken. Wie man den Stachelrittern im Winter nachstellt, lest Ihr hier. Gerade im Winter sind auch Naturköder auf Barsch besonders fängig.

Brasse – gemütlich Ansitzangeln

Fische für Anfänger

Schöne Brasse – ein idealer Fisch für Anfänger

Die Brasse, auch Brachse oder Blei genannt, ist ein Friedfisch, der vor allem in langsam fließenden und nährstoffreichen Flussabschnitten vorkommt. Aber auch in eutrophen Seen mit schlammigem Grund findet man sie häufig. Aufgrund ihrer häufig hohen Bestandsdichte sind Brassen ideale Fische für Anfänger, da sie schnell an den Haken gehen. Brachsen sind Schwarmfische und halten sich tagsüber meist in tiefen Gewässerregionen auf, wo sie am Grund nach Würmern, Insektenlarven und Schnecken im Schlamm wühlen. Dabei nutzen sie ihr vorstülpbares Maul  als Saugrüssel. Da Brassen vor allem am Grund fressen, sollte genau dort auch der Köder angeboten werden.

Es ist vorteilhaft, eine Stelle im Vorhinein anzufüttern, um die Brassen bereits rechtzeitig an den Angelplatz zu locken. Das Lockfutter sollte sofort zu Boden sinken, um auch am Gewässergrund anzukommen und nicht schon in oberen Wasserschichten von anderen Fischarten gefressen zu werden. Danach reicht eine einfache Grundbleimontage mit Maden oder Mais als Köder, um die hochrückigen Fische zu fangen. Darüber hinaus eignen sich auch Regenwürmer, Mistwürmer oder Weißbrot. Die Ködervielfalt und die recht einfache Montage genauso wie das Vorkommen machen Brassen zu attraktiven Fischen für Anfänger.

Feedern – mit Feederkorb und Anfutter zum Erfolg

Das Anfüttern ist bei kaum einem Fisch so wichtig wie bei der Brasse, weshalb diese Tiere auch gut mit der Methode des Feederns gefangen werden können. Feeder kommt dabei von “to feed” für füttern. Beim Feedern wird ein herkömmlicher Hakenköder an einer Grundmontage angeboten. Das Durchlaufblei ist jedoch durch einen beschwerten Futterkorb ersetzt. Der Futterkorb wird mit geruchsintensivem Futter gefüllt, dass so direkt am Hakenköder angeboten werden kann. Hierbei sind süßliche Futtermischungen und auch kleingeschnittene Würmer am besten geeignet, um die Brassen zum Hakenköder zu locken. Die Maschengröße des Korbes muss dabei auf die Größe der Futterpartikel und die Strömung angepasst sein. Letztere bestimmt dann die Geschwindigkeit, mit der das Futter aus dem Futterkorb austreten kann. Die Bisserkennung erfolgt beim Feedern genau wie die bei der Grundbleimontage – und zwar über die feine Rutenspitze, die sich beim Biss biegt. 

All diese Faktoren machen Brassen zu einem idealen Angelfisch für Einsteiger. Zudem haben Brassen bei der richtigen Zubereitung auch einen wirklich guten Geschmack.      

Forelle – im Forellenteich zum Fangerfolg

Fische für Anfänger

Schöne Regenbogenforelle aus einem Forellenteich

Forellen finden sich in Bächen, schnell fließenden Flüssen und sauerstoffreichen Seen. Hier ist es meist schwieriger die Forellen zu fangen, da sie häufig standorttreu sind. Daher sind diese Fische für Anfänger nur schwer zu lokalisieren sind. Findet man sie dann doch, ist es oftmals schwer die meist flachen Gewässer zu beangeln und die Fische genau anzuwerfen.

Anders ist es an den sogenannten Forellenteichen. Hier können die durch Züchter und Betreiber besetzen Salmoniden leichter gefangen werden, da die Fische nicht wegschwimmen können und stetig nachbesetzt werden. Gerade in Teichen eigen sich diese Fische für Anfänger im Angelsport. Die Teiche sind meist tiefer und erleichtern das Angeln. In Teichen lebenden Forellen sind nicht so standorttreu wie in ihren natürlichen Habitaten und müssen deshalb nicht genau angeworfen werden, wie es in vielen Bächen der Fall ist. Darüber hinaus bieten einige Forellenteichbetreiber selbst Angelbegeisterten ohne Angelschein die Möglichkeit an ihren Teichen zu fischen und so erste Erfahrungen am Wasser zu gewinnen.

Köder und Montagen zum Forellenangeln

Ein weiterer Vorteil bei dieser Fischart für Einsteiger ist, dass die Forelle ein breites Nahrungsspektrum hat und von Würmern über Forellenteig, kleine Spinner, Wobbler und Gummiköder so gut wie alle gängigen Köder attackiert. Diese können mit der Spinnfischrute oder mit einer Posenmontage beangelt werden. Forellen in Teichanlage beißen häufig recht aggressiv und sind leicht von einer Attacke auf den angebotenen Köder zu überzeugen. Jedoch sind sie recht wetterfühlig und wenn es einmal nicht beißt, dann muss das nicht daran liegen, dass kein Fisch im Teich ist.

Das Angeln am Forellenteich eignet sich gut, um verschiedene Angelmethoden auszuprobieren und hier finden sich immer auch Mitangler, die einem gern den ein oder anderen Trick zeigen. Forellenteiche sind gute Gewässer für Anfänger, da durch den hohen Besatzes und die Beißfreudigkeit der Fische eine gute Chance auf einen erfolgreichen Angeltag bestehen. Auch der ein oder andere Fehlbiss kann erfolgen, ohne dass man als Schneider nach Hause gehen müsste.

Fotos: (1) (2) (3) Ensinger (4) Perez

Wie hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?

Klicken Sie auf einen Stern für die Bewertung

Durchschnittliche Bewertung / 5. Anzahl Bewertungen:

 

0 Kommentare für “Fische für Anfänger

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Auch interessant
Fische finden im Jahresverlauf

Jederzeit Fische fangen!

Manche Angler sprechen von der sogenannten Saison. Andere angeln das gesamte Jahr hindurch – und das mit Erfolg. Wo DU im gesamten Jahresverlauf die Fische findest und natürlich auch fangen kannst, erfährst DU in diesem Artikel.

Süßwasserfische in Südeuropa durch Klimakrise stark bedroht

Internationales Forscherteam fordert Schutzmaßnahmen

Ein internationales Forscherteam schlägt Alarm: In den Mittelmeerregionen, vor allem in Griechenland, Spanien und Portugal, nimmt der Fischbestand in Flüssen und Seen rapide ab und Fischarten sterben aus. Die Forscher fordern, dass Schutzprogramme die zukünftigen Veränderungen der Lebensbedingungen stärker berücksichtigen sollten.

NEWSLETTER ABONNIEREN

Kostenlos bestellen und immer die besten Angebote & Veranstaltungen im Postfach haben.