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Kapitale Hechte – Der Magische Meter

Wie du deinen Meterhecht fangen kannst

Bild: Meterhecht mit Angler

Kapitale Hechte über einem Meter sind der Traum vieler Raubfischangler. Die meisten Petrijünger angeln eine Ewigkeit auf Hecht, ohne je einen größeren Fisch an den Haken zu bekommen. Andere hingegen fangen Großhechte mit einer Regelmäßigkeit, bei der von Glück keine Rede mehr sein kann. Du gehörst zur ersteren Kategorie von Hechtanglern und willst wissen wie du endlich deinen ersten kapitalen Hecht fangen kannst? In diesem Artikel verraten wir dir einige Tipps und Tricks der Profis, damit du dein Ziel erreichst. Eine Garantie gibt es natürlich nie. Aber wenn du dir einige Punkte zu Herzen nimmst, steigen deine Chancen auf einen kapitalen Hecht dramatisch. Los geht’s!

Das Gewässer – wo sind die Großhechte?

Du angelst in deinem Hausgewässer schon ewig erfolgreich auf Hecht, fängst aber maximal Fische um die 80 Zentimeter? Warum aber will es mit den Großen Hechten einfach nicht klappen? Der unspektakulärste Grund wäre, dass es in deinem Gewässer schlichtweg keine Großhechte gibt. Das kann wiederum zahlreiche Gründe haben, wie beispielsweise eine Berufsfischerei, die regelmäßig kapitale Hechte entnimmt, um den restlichen Fischbestand zu schonen. Hoher Angeldruck kann eine weitere Ursache für das Fehlen von großen Hechten sein.

Mach dir also zuerst klar ob es wirklich genug Riesen im Gewässer gibt, damit sich eine gezielte Angelei auf den kapitalen Esox auch lohnt. Sollten im Ortsverein alljährlich Meterhechte gefangen und entnommen werden, dann kannst du zwar davon ausgehen, dass es kapitale Hechte im Gewässer gibt, diese aber dann so selten und vorsichtig sind, dass sich ein gezieltes Angeln auf Hecht kaum lohnt.

Bild: Gewässerkarte der Fisch-Hitparade oder Bild von Hechtgewässer

Auch wenn dieser Punkt banal klingen mag, du wärst nicht der erste Angler der am Fang eines Meterhechtes verzweifelt, ohne über den Bestand nachgedacht zu haben. Im Folgenden sind einige Gewässer aufgelistet, bei denen die Chancen, einen Meterhecht zu fangen, vergleichsweise hoch sind. Und mit etwas Recherche wirst du auch ein  vielversprechendes Gewässer in deiner Nähe finden.

Die besten Gewässer für Großhecht in Deutschland

  1. Norden: Die Boddengewässer sind das vielleicht beste Revier um in Deutschland gezielt Großhechte zu beangeln. Ein Boot, Thermoanzug und salzwasserfeste Ausrüstung gehören hier zum Muss.
  2. Süden: In den großen Voralpenseen und Talsperren werden Hechte vorwiegend im Freiwasser geschleppt.
  3. Osten: Die großen Seengebiete der neuen Bundesländer beherbergen Großhechte in Massen und Fänge sind hier keine Seltenheit.
  4. Westen: Große Tagebauseen haben interessante Grundstrukturen in denen dein Meterhecht lauern kann.

Dem Meterhecht auf der Spur – Wo sind die Hotspots?

Das passende Gewässer ist nun also gefunden aber das Wissen wo genau der Fisch im Gewässer zu finden ist, entscheidend nun über Erfolg und Misserfolg.

Im Freiwasser lauern die kapitalen Hechte

Wer gezielt auf Großhecht angeln möchte, der muss die Spots kennen an denen sich diese Giganten aufhalten. Gleich Vorweg: Für den erfolgreichen Fang eines Meterhechtes ist in den meisten Gewässern ein Boot unabdingbar. Da die meisten Top Gewässer zum Angeln auf kapitale Hechte groß, tiefe und weitläufige Gewässer sind, ist ein Angelboot oft der erste Schritt Richtung Erfolg. Ohne schwimmenden Untersatz sind die meisten Spots nur sehr schwierig bis gar nicht zu erreichen. Dabei gibt es allerdings zwei Aufnahmezeiten in denen große Hechte auch regelmäßig vom Ufer aus gefangen werden können: Der Frühling und der Winter. Zu diesen Jahreszeiten halten sich auch Großhechte im Flachwasser auf und werden dort auch regelmäßig gefangen. Mehr über das Hechtangeln im Winter erfahrt ihr hier.

Ein häufiger Fehler den viele Petrijünger beim Angeln auf Hechte machen ist, dass sie die Großen dort suchen wo sie auch die “normalen”  Hechte fangen, und zwar im Flachwasser an Krautkanten, Seereosenfeldern und umgestürzten Bäumen. Man muss sich allerdings bewusst machen, dass sich kleinere Hechte dort aufhalten, um dem Jagdruck unserer Meterhechte zu entgehen. Ein Esox dieser Größe hat selbst kaum mehr einen Fressfeind zu befürchten und ist deswegen auch nicht auf die sicheren Standplätze im Flachwasser angewiesen. Er folgt den größeren Beutefischen ins Tiefere Wasser und genau dort wollen wir ihn suchen und fangen.

Tipps und Tricks für die Großhecht Suche:

  1. Echolot oder Tiefenkarte: Die Bodenstruktur des Gewässers zu kennen, gehört bei der Jagd nach dem Meterhecht zum A und O. Am besten ist dabei ein Echolot mit dem Schwärme von Beutefischen, Unterwasserstrukturen und sogar die Hechte selbst gefunden werden können.
  2. Die Sprungschicht finden: In Höhe der Sprungschicht  halten sich Großhechte am liebsten auf. Die trübe Übergangsschicht vom Oberflächen– zum Tiefenwasser zieht Beute an und bietet ihnen Deckung. Im Jahresverlauf wandert die Sprungschicht immer tiefer und mit ihr die Hechte. Sie kann mit einem sensiblen Echolot ausgemacht werden, wer aber  keines zur Verfügung hat, der kann sie auch mit dem Thermometer als sprunghafter Temperaturabfall finden. Wer Einen Tiefenmesser mit Echolot kaufen möchte, der ist mit dem Anaconda Fish Hawk GTM gewiss gut beraten.
  3. Am Spot bleiben: Fisch und Tiefe sind gefunden. Nun gilt es auch bei Wind am Spot zu bleiben, ohne die Fische durch einen Anker zu verschrecken. Hier hilft der Einsatz eines Driftsackes, durch den das Boot dem Wind einen größeren Widerstand entgegensetzen kann und es nur langsam vom Hotspot wegtreiben lässt. So kann man sich als Angler langsam über das Zielgebiet driften lassen und es in aller Ruhe nach einem Meterhecht abfischen.

Technik und Tackle für den Großhecht

Große Gummifische fangen zuverlässig auch große Fische

Beim Angeln auf große Hechte haben Blinker und kleine Mepps Spinner genauso wenig verloren, wie die Allround Spinnrute mit einer sechs Kilo Schnur. Wer große Hechte fangen will, sollte bei der Angelausrüstung keine Kompromisse machen. Kapitale Raubfische sind gerade deshalb so groß geworden, weil sie nicht auf jeden erstbesten Kunstköder hereingefallen sind. Hier darum das Tackle für kapitale Hechte:

  1. Großer Fisch – große Köder: Beim gezielten Angeln auf kapitale Hechte sind große Kunstköder unerlässlich: Swimbaits, Gummifische und mehrteilige Wobbler über 30 cm sind hier nicht übertrieben, denn auch die Größe der Beutefische steigt mit der Größe der Hechte an. Beim Fliegenfischen auf Hecht überlisten auch große Streamer regelmäßig Großfische.
  2. Starker Fisch – starke Ausrüstung: Rute, Rolle, Schnur und sonstiges Equipment sollten einem kampfstarken Großhecht standhalten:
  3. Trickkiste: Um Köder beim Schleppen auf Tiefe zu kommen, sollten Sideplaner verwendet werden. Zudem sollten Kunstköder gewechselt werden, wenn trotz der richtigen Tiefe kein Fisch beißt

Tackle für kapitale Hechte
TechnikRuteRolleSchnur
abcd

Erfahrung sammeln – der Meterhecht kommt selten über Nacht

Bild: Alter Mann mit Großhecht

Meterhechte fangen ist nichts für Anfänger. Wer aber die oben genannten Hinweise beherzigt, der ist seinem Traumfisch schon ein Stück näher gekommen. Eine Fanggarantie gibt es natürlich nicht. Nur die wenigsten Profi Hechtangler kommen an ein neues Gewässer und fangen sofort die großen Brocken. Man muss also das Fischwasser kennen und das heißt wiederum viel Zeit am Wasser zu verbringen. Wer dann noch das richtige Know How und etwas Glück hat, der fängt auch bald den ersehnten Meterhecht.

Ein letzter Tipp: An Gewässern die für ihren Bestand an Großhechten bekannt sind, gibt es fast immer geführte Angeltouren mit Guides. Es ist keine Schande, sich von einem ortskundigen Angelguide das Gewässer erklären und zeigen zu lassen. Ganz im Gegenteil! Oft bekommt man von diesen genau die Tipps, die über Erfolg und Misserfolg am Zielgewässer entscheiden und so klappts beim nächsten Mal dann auch in Eigenregie – ganz nach dem Motto “Gut Meterhecht will Weile haben”.

Und jetzt … ab ans Wasser!

Bilder: (1) (2) Ensinger

Korbi
Korbi
Korbi angelt am liebsten auf Raubfisch, bevorzugt mit der Spinnrute. Der Biologie Student, Taucher und Aquarianer ist Fisch-Fan durch und durch und angelt weltweit von den Fjorden Norwegens, über die Pazifikküste Nicaraguas, den Inseln vor Belize bis hin zum Regenwald von Borneo.

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